Über das Projekt

Anlass

Seit Oktober 2016 wird das 500. Lutherjahr gefeiert. Und dank unserem Kindergartenleiter, Herr Detlef Heubach, durften wir Kinder auch mitfeiern.

Das ganze Jahr über durften wir ganz viel mit verschiedenen Künstlern aus ganz verschiedenen Städten erleben:

 

HANNOVER:

Antje Koos, Künstlerin
Helmut Höcker, Künstler
Andreas Keudel und Francisca Schmidtke, Fotografen

 

 

BERLIN:

Kain Karawahn, Künstler

 

 

 

 

 

 

WOLFSBURG:

Jenny Spruta, Musikerin (Städtische Musikschule Wolfsburg)
Britta Rollar, Tänzerin/Schauspielerin (Tanzendes Theater Wolfsburg)
Madita E. Heubach, Autorin

 

GIFHORN:
Christoph Peter Ehrlich, Autor

Am Anfang war da noch kein Buch

Es gab nur eine Idee: Wir Kinder sollten Spaß haben. Und wir durften uns ausprobieren. Feuer machen, mit Wasser spielen, Kulissen bauen und Kostüme nähen, Bilder malen und Gespräche führen. Wir durften zugucken, anfassen, mitmachen, und vor allem selber machen.

Und eine Feier sollte nicht fehlen. Deshalb haben wir uns auch auf das Lutherfest am 31.10.2017 vorbereitet.

Erst als sich die Herren Detlef Heubach und Probst Dr. Ulrich Lincoln fragten, wie wir all die schönen Erinnerungen später in den Händen halten könnten, wurden die verschiedenen Künstler gefragt: Ein Buch wäre toll.

Ein Buch entstand

Das Zentrum der Buchidee war die sogenannte „Bibelwoche“. Sie ist eine Art Projektwoche, in der wir Kinder uns entscheiden können, an welchem Projekt wir mitmachen möchten.

Wir konnten Kulissen bauen, Kostüme nähen, ein wenig aus dem Leben von Martin Luther nachspielen. Zwei Autoren haben uns sogar zu den Themen Liebe, Angst, Schatz, Gott, Himmel und Hölle nach unserer Meinung  gefragt. Wir fanden es richtig toll, dass wir ausgerechnet von Erwachsenen zur Liebe gefragt wurden. Bunte Bilder haben wir dazu auch gemalt.

Und ihnen gefiel wohl, was wir sagten. Denn sie haben ganz viel aufgeschrieben und sogar ein Tonaufnahmegerät dabei gehabt.

Am Ende der Bibelwoche gab es einen Kindergottesdienst. Es wurde extra ein Kinderchor gegründet und die Musikschule übte gemeinsam mit Herrn Propst Dr. Lincoln und Helga Beinker mit uns spielerisch die Lieder ein.

 

Der kleine Martin

Aus der Bibelwoche heraus folgte das Kinderkunstprojekt: „Der Kleine Martin“. Unter diesem Arbeitstitel begannen die Autoren Madita E. Heubach und Christoph Peter Ehrlich ihre Notizen und Tonaufnahmen zu bearbeiten.

Es sollte eine Geschichte werden, die von meinem Namensvettern Martin Luther handelt. Und doch wollten sie nicht sein Leben nacherzählen. Sie beschlossen, Martin Luthers Thesenanschlag als Beginn der Geschichte zu nehmen, weil auch die Themen (Liebe, Angst, Schatz, Gott, Himmel und Hölle) in seinen Thesen drinnen sind.

Martin Luther, eeh, nein, ich habe also die Thesen an die Kirchentür geschlagen. Und dann haben Madita und Christoph unsere Fragen und Antworten genommen, und zu einer Geschichte gemacht.

Als die Geschichte fertig war, haben sie den Text auf die vielen Buchseiten verteilt. Danach haben sie sich mit Detlef Heubach und dem Fotografen Andreas Keudel getroffen und überlegt, wie die Fotos dazu aussehen sollen. Sie wurden sich einig, und dann fuhren wir vom Kindergarten zur St.-Petrus-Kirche in Vorsfelde, nach Königslutter zum Kaiserdom und zum Findlingsgarten, und dann nach Neuhaus zur Wasserburg.

Nun konnten wir zeigen, was wir vorher bei Britta Rollar alles zum Schauspiel gelernt haben. Ich sag‘ euch: Das war lustig. Pssst, …einige der Fotos könnt ihr in der Bildergalerie anschauen.

Andreas Keudel hat die Fotos dann noch ein wenig bearbeitet und dann Christoph Peter Ehrlich zugeschickt. Und Christoph hat aus den Fotos und dem zuvor geschriebenen Text ein Buch gemacht. Am Anfang stand als Titel auch noch „Der kleine Martin“ drauf. Doch alle waren sich einig, dass wir Kinder nach diesem Projekt nicht mehr klein sind.
Dann stand „Luther“ als Titel drauf. Bis einem auffiel, dass ich gar nicht Luther heiße. Also nannten sie es einfach „Martin„. – Ein Buch von Kindern für Kinder.